Die verteufelten professionellen Anbieter von Motorradreisen
- RideWithMe

- 25. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
oder: Warum Vielfahrer immer alles besser wissen

Ich hatte heute mal wieder ein Erlebnis der besonderen Art.
Ob ich leicht verärgert bin? Ganz ehrlich? Ja, bin ich. Aber nur ganz kurz – das amüsierte Lächeln obsiegt dann doch.
Es gibt sie überall: die selbsternannten „Berufsmoppedfahrer“, Vielfahrer oder Kilometer-Könige. Man erkennt sie an ihren stolz verkündeten 15.000 km pro Jahr, dem obligatorischen „Berufsmoppedfahrer“-Titel und der festen Überzeugung, dass alles Professionelle irgendwie suspekt ist. Sie wissen alles besser – außer, es kostet sie Zeit, Aufwand oder ein bisschen Geld.
Was sie nicht verstehen (oder nicht verstehen wollen): Eine Motorradtour zu planen, die über die Hauptstraße hinausgeht, ist keine triviale Sache. Routen werden getestet, Unterkünfte abgestimmt, Sehenswürdigkeiten sinnvoll verknüpft – und Sicherheitsaspekte? Oh ja, die gibt’s auch. Man braucht Erfahrung, Organisation, Herzblut und manchmal auch Nerven.
Und dennoch: Die Vielfahrer kommen immer gerne vorbei. Streckeninfos hier, Tipps da, vielleicht ein kleines „Wie hast du das gemacht?“ – alles kostenfrei, versteht sich. Arbeit, Leidenschaft und Know-how? Ach, dafür haben sie leider keine Zeit. Lieber schnell die Hauptstraße runter, die Kurven zählen und stolz verkünden: „Ich fahre ja 15.000 km pro Jahr!“
Hier kommt mein persönlicher Reality-Check: Ja, ich bin Profi – und ja, ich biete professionelle Motorradreisen an. Und nein, du kannst hier nicht einfach gratis mitfahren – oder dir meine GPX-Daten abholen. Wer den Wert einer gut geplanten Tour erkennt, die Herausforderung sucht und bereit ist, Teil einer echten Erfahrung zu sein – herzlich willkommen. Alle anderen? Viel Spaß auf der Hauptstraße, liebe Kilometer-Könige.
Und am Ende bleibt mir nur zu sagen: Manchmal hilft nur ein Schmunzeln, ein Kopfschütteln – und die Gewissheit, dass echte Profis wissen, wie man Touren richtig rockt.

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