Warum es diese Reise gibt
Als ich vor Jahren zum ersten Mal mit dem Motorrad durch Rumänien gefahren bin, hatte ich wahrscheinlich dieselben Bilder im Kopf wie viele Menschen heute noch. Ich freute mich auf beeindruckende Landschaften, berühmte Pässe und kurvenreiche Straßen. Dem Land selbst und den Menschen gegenüber war ich zunächst jedoch eher vorsichtig und zurückhaltend.
Es dauerte nicht lange, bis Rumänien begann, dieses Bild Stück für Stück zu verändern.
Nicht durch spektakuläre Sehenswürdigkeiten, sondern durch Begegnungen. Durch Menschen, die mich spontan auf einen Kaffee einluden, sich für meine Geschichte interessierten oder mir ganz selbstverständlich ihre Unterstützung anboten. Irgendwann wurde mir klar, dass mich nicht nur die Landschaften beeindruckten, sondern vor allem die Art, wie dieses Land und seine Menschen mir begegneten.
Heute lebe ich hier. Und genau deshalb gibt es diese Reise.
Ich möchte dich mitnehmen in das Rumänien, das mich selbst dazu gebracht hat, hierzubleiben.
Was diese Reise besonders macht
Natürlich gehören der Transfăgărășan, die Transalpina, die Transrarău und die Transapuseana zu dieser Reise. Es sind Straßen, auf die sich viele Motorradfahrer seit Jahren freuen, und ich kann das gut verstehen. Auch ich freue mich jedes Mal darauf, sie gemeinsam mit meinen Gästen zu fahren.
Was man aber auf den ersten Blick nicht sieht, ist alles, was zwischen diesen bekannten Straßen liegt. Genau dort ist diese Reise über viele Jahre entstanden. Nicht, weil ich mich hingesetzt und eine möglichst spektakuläre Route geplant hätte, sondern weil ich hier lebe und das Land auf dem Motorrad immer besser kennengelernt habe. Manche Straßen sind erst nach Jahren dazugekommen, andere wieder verschwunden. Nicht, weil sie nicht schön gewesen wären, sondern weil sie sich für diese Reise einfach nicht passend angefühlt haben.
Viele der Straßen, die wir unterwegs fahren, tauchen in kaum einer Reisebeschreibung auf. Ich bin sie auch nicht gefahren, weil sie mir ein Navi vorgeschlagen hat. Man findet sie nicht, indem man einen Routenplaner nach der schönsten Verbindung zwischen zwei bekannten Pässen fragt. Ich bin auf sie gestoßen, weil ich hier lebe, unterwegs und neugierig geblieben bin. Man muss wissen, dass es sie gibt. Und wo sie sind. Genau dieses Wissen entsteht nicht am Schreibtisch, sondern nur dann, wenn man ein Land über viele Jahre immer wieder erlebt.
Heute ist diese Rundreise das Ergebnis vieler Jahre auf Rumäniens Straßen. Jede Etappe baut auf der vorherigen auf, jede Region hat ihren eigenen Charakter und jede Straße ihren Platz im Gesamtverlauf. Genau deshalb würde ich diese Route auch nie einem Routenplaner überlassen. Sie ist unterwegs entstanden – Kilometer für Kilometer und Jahr für Jahr.
Wahrscheinlich liegt genau darin das Besondere dieser Reise.
Natürlich fahren wir die berühmten Straßen Rumäniens. Aber sie sind nie Selbstzweck. Sie sind Teil einer Route, die harmonisch ineinander läuft und die dich durch ein Land führt, das weit mehr zu bieten hat als seine bekanntesten Pässe.
Und vielleicht nimmst du am Ende genau das mit nach Hause, womit die wenigsten am Anfang der Reise gerechnet haben: nicht nur beeindruckende Motorradstrecken und berühmte Pässe, sondern Erinnerungen an Begegnungen, Landschaften und Momente, die noch lange nachwirken, und an ein Rumänien, das du so nicht erwartet hast.
Was dich auf dieser Reise erwartet
Wer zum ersten Mal mit mir durch Rumänien fährt, ist oft überrascht, wie viel Ruhe dieses Land noch bietet.
Es gibt Tage, an denen wir stundenlang unterwegs sind, ohne einem anderen Motorradfahrer zu begegnen. Stattdessen begegnen wir den Menschen, die hier leben, ihren Dörfern, ihrer täglichen Arbeit und einer Landschaft, die sich ständig verändert.
Genau das ist es, was mich bis heute an Rumänien begeistert.
Die Reise lebt nicht davon, möglichst viele Sehenswürdigkeiten aneinanderzureihen und abzuhaken. Sie lebt von ihrem Rhythmus. Von Straßen, die sich wie selbstverständlich ineinanderfügen. Von Regionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und von dem Gefühl, dass hinter der nächsten Kurve wieder etwas Neues auf dich wartet.
Wahrscheinlich ist genau das der Grund, weshalb zwölf Tage wie im Flug vergehen. Und weshalb viele Gäste am Ende das Gefühl haben, Rumänien nicht nur bereist, sondern kennengelernt zu haben.
Durch Rumänien
In zwölf Tagen durchqueren wir einige der schönsten und zugleich unterschiedlichsten Regionen Rumäniens. Jede von ihnen hat ihren eigenen Charakter. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte einer Reise, die von den westlichen Ausläufern der Karpaten bis zur Donau und wieder zurück führt.
Apuseni
Hier beginnt die Reise – ruhig, ursprünglich und genau so, wie ich Rumänien zum ersten Mal erlebt habe.
Maramureș & Bukowina
Regionen, in denen Tradition, Landschaft und Gastfreundschaft bis heute selbstverständlich zusammengehören.
Ostkarpaten & Siebenbürgen
Kurvenreiche Straßen wechseln sich mit weiten Landschaften und kleinen Orten ab, die den Charakter dieser Reise prägen.
Südkarpaten
Hier warten einige der berühmtesten Passstraßen Europas – eingebettet in eine Route, die weit mehr ist als ihre bekanntesten Abschnitte.
Donau & Banater Bergland
Zum Abschluss verändert sich die Landschaft noch einmal. Die Donau und das Banater Bergland bilden den ruhigen Ausklang einer Reise voller Eindrücke.
Wenn du die Route Tag für Tag entdecken möchtest, findest du alle Details in der ausführlichen Reisebeschreibung.
Manchmal höre ich am Ende einer Reise Sätze wie diese:
„Jetzt weiß ich, weshalb du hier lebst.“
„Jetzt ist mir klar, weshalb du hiergeblieben bist.“
„Rumänien ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe.“
„Diese Reise hat meine Sicht auf Rumänien völlig verändert.“
"Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele schöne Straßen fahre."
„Ich bin schon lange nicht mehr so frei und intensiv Motorrad gefahren.“
Genau deshalb gibt es diese zwölf Tage.
Für wen diese Reise gedacht ist
Diese Reise richtet sich an Menschen, die gerne Motorrad fahren. Aber sie richtet sich nicht an Menschen, die möglichst viele Kilometer sammeln oder jeden Abend möglichst viele Passstraße auf einer Liste abhaken möchten.
Sie ist für diejenigen gedacht, die Freude daran haben, ein Land auf dem Motorrad wirklich kennenzulernen. Die sich Zeit nehmen für das, was links und rechts der Straße liegt, und die neugierig genug sind, sich auf ein Land einzulassen, das viele ganz anders in Erinnerung behalten, als sie es erwartet hätten.
Du musst dafür weder besonders schnell fahren noch besonders sportlich unterwegs sein. Wichtig ist, dass du dich auf kurvenreichen Straßen sicher fühlst und gerne einen ganzen Tag auf dem Motorrad verbringst.
Vielleicht noch wichtiger ist aber etwas anderes: Dass du Freude daran hast, mit einer kleinen Gruppe unterwegs zu sein. Acht Motorräder sind für mich keine Einschränkung, sondern die Voraussetzung dafür, dass diese Reise genau so funktioniert, wie ich sie mir vorstelle.
Wer mit mir reist, übernimmt Verantwortung – für sich selbst und für sein Motorrad. Hier in Rumänien wird Eigenverantwortung nicht nur eingefordert, sondern tatsächlich gelebt. Genau das schätze ich an kleinen Gruppen. Jeder denkt mit, jeder bringt sich ein und genau dadurch entsteht die entspannte Atmosphäre, die viele meiner Gäste so mögen.
Wenn du genau das suchst, wirst du dich auf dieser Reise wahrscheinlich sehr wohlfühlen.
Mit mir unterwegs
Meine Gäste merken schon am ersten Reisetag, dass ich Reisen etwas anders begleite als viele andere Veranstalter.
Ich trage keine gelbe Weste, auf der „Tourguide“ steht. Und ich bestehe auch nicht darauf, dass jeder während der ganzen Reise denselben Platz in der Gruppe behält.
Es gibt genau zwei eiserne Regeln:
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Mich bitte nicht überholen. Nicht, weil ich unbedingt vorne fahren möchte, sondern weil ich die Verantwortung für die Gruppe trage und jeder jederzeit wissen soll, wo wir gerade unterwegs sind.
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Wenn wir tanken, tanken alle. Auch diejenigen, die theoretisch noch 200 Kilometer fahren könnten. Nicht, weil der Tank schon leer wäre, sondern weil ich weiß, welche Strecke noch vor uns liegt. Manchmal kommt auf den nächsten 180 Kilometern keine Tankstelle mehr. Und manchmal tanke ich ganz bewusst dort, wo ich der Kraftstoffqualität vertraue. Ich möchte weder meinem Motorrad noch den Motorrädern meiner Gäste unnötig schlechten Kraftstoff zumuten. Deshalb tanken wir manchmal früher, als es eigentlich nötig wäre. Mit meinem 30-Liter-Tank und einem Schüttelschlauch bin ich zwar schon öfter zur mobilen Tankstelle geworden. Darauf verlassen sollte sich aber besser niemand.
Ansonsten fahre ich meine Reisen so, wie ich selbst gerne unterwegs bin.
Ich erkläre euch nicht jeden Morgen bis ins kleinste Detail, welchen Kilometer ihr wie zu fahren habt. Mir ist wichtig, dass ihr wisst, was euch erwartet und worauf ihr achten solltet. Den Rest dürft ihr selbst erleben.
Eine Frage höre ich übrigens schon vor vielen Buchungen:
„Kann man auf deiner Reise auch einmal frei fahren oder etwas zügiger unterwegs sein?“
Ja – dort, wo es die Strecke und der weitere Reiseverlauf zulassen. Ich lasse meine Gäste bewusst frei fahren. So kann jeder sein eigenes Tempo finden und wir treffen uns anschließend am vereinbarten Treffpunkt wieder. Das funktioniert, weil jeder weiß, wo wir uns wieder treffen – und weil gegenseitiges Vertrauen auf meinen Reisen genauso wichtig ist wie gutes Motorradfahren.
Natürlich gibt es Situationen, in denen ich klare Vorgaben mache. Sicherheit geht immer vor. Wenn wir beispielsweise durch Gebiete fahren, in denen wir Bären begegnen können, gibt es Regeln, über die nicht diskutiert wird.
Alles andere darf entstehen.
Gespräche.
Begegnungen.
Eigene Erfahrungen.
Und manchmal genau die Momente, von denen meine Gäste noch Jahre später erzählen.
Unterwegs zu Hause
Ich verbringe viel Zeit damit, die passenden Unterkünfte für diese Reise auszuwählen. Die meisten kenne ich seit vielen Jahren und weiß aus eigener Erfahrung, dass sie zu dieser Reise passen. Gleichzeitig halte ich immer wieder Ausschau nach neuen Häusern, die das Potenzial haben, Teil dieser Rundreise zu werden. Denn auch nach all den Jahren entwickelt sich diese Reise weiter.
Ich nehme meine Gäste nur dorthin mit, wo ich selbst gerne übernachte. Deshalb achte ich auf Häuser mit Atmosphäre, herzlichen Gastgebern und einem Komfort, in dem man sich nach einem erlebnisreichen Fahrtag einfach wohlfühlt. Ob eine Unterkunft zu dieser Reise passt, entscheidet für mich nicht die Anzahl ihrer Sterne, sondern das gute Gefühl, meine Gäste genau dorthin mitnehmen zu wollen.
Viele Gastgeber kenne ich persönlich. Ich weiß, wie sie ihre Häuser führen und wie sie mit ihren Gästen umgehen. Dieses Vertrauen ist für mich ein wichtiger Teil der Reise und einer der Gründe, weshalb ich immer wieder gerne dorthin zurückkehre.
Nach einem erlebnisreichen Fahrtag sollst du dich auf dein Zimmer freuen – genauso wie auf die nächste Etappe. Manche Unterkünfte begeistern durch ihre Lage, andere durch ihre Gastgeber oder ihre besondere Atmosphäre. Manche schaffen sogar alles zusammen. Gemeinsam haben sie, dass sie den Charakter dieser Reise unterstreichen und den Tag auf angenehme Weise ausklingen lassen.
Ein Einzelzimmer ist auf Wunsch selbstverständlich ohne Aufpreis möglich.
Es gibt bei mir kein Pflichtprogramm nach der Fahrt. Wer den Abend gemeinsam verbringen möchte, findet immer Gesellschaft. Wer lieber für sich ist, findet genauso seinen Platz. Denn auch am Abend soll jeder seine Reise auf seine eigene Weise erleben können.
Man merkt, dass du dieses Land liebst.
Diesen Satz höre ich nach meinen Reisen immer wieder.
Wahrscheinlich ist er das schönste Kompliment, das ich bekommen kann.
Reiseinformationen & Buchung
Wenn du bis hierher gelesen hast, hast du wahrscheinlich schon ein gutes Gefühl dafür bekommen, wie diese Reise aufgebaut ist und was sie besonders macht.
Hier findest du die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
12 Reisetage
11 Übernachtungen mit Frühstück
Anreise: Die Reise beginnt in der Region Apuseni. Für deine individuelle Anreise dient Vârfurile (Landkreis Arad) als geografischer Orientierungspunkt. Die genaue Anschrift der ersten Unterkunft erhältst du mit der zweiten Teilnehmerinformation etwa 2–4 Wochen vor Reisebeginn.
max. 8 Motorräder
Durchführung ab 5 Motorrädern
Einzelzimmer ohne Aufpreis
Reisesicherungsschein
Reisepreis Fahrer:in:
Reisepreis Beifahrer:in:
1.925 €
1.510 €
Große Rumänien Rundreise
12 Tage durch Rumänien.
Ich freue mich darauf, dir mein Rumänien zu zeigen.

